Wirtschaftskrise – Fairtrade-Handel wächst

Die Wirtschaftskrise in den USA ist in aller Munde. Trotzdem stechen einige Sektoren mit besonders hohen Wachstumsraten heraus und um einen solchen soll es in dieser Meldung gehen.

Jobs in der nachhaltigen, “grünen” Industrie wachsen immer noch stark und kürzlich wurde bekannt, dass der Verkauf von fairtrade-Produkten in den USA innerhalb Jahresfrist um 87% zugenommen hat. Auch US Konsumenten wollen offensichtlich zunehmend über Herkunft und Umweltwirkung ihres Warenkorbs informiert werden und sind bereit für besonders sozial- und umweltverträgliche Produkte etwas mehr zu bezahlen. Dies ist eine gute Meldung für uns – für die Produzenten, die durch stabilere und höhere Erlöse eine sicherere Existenz haben, ist es eine wunderbare Nachricht.

Brightnews! Natürlich ist die Ausgangsbasis für den Verkauf von fairtrade-Produkten niedrig aber es ist doch eine ausgezeichnete Nachricht, dass Konsumenten ihre Kaufkraft zunehmend nützen, um ihre Werte auszudrücken und Einfluss auf das Angebot nehmen – und dies trotz überwiegend schlechter wirtschaftlicher Nachrichten. Wobei ich denke, dass diese oftmals masslos übertrieben, im Sinne einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung, die Wirtschaftskrise erst richtig heraufbeschwören. Erstens ist das BIP mit ziemlich grosser Sicherheit ein ungeeignetes Mass, um den Wohlstand eines Landes auszudrücken. Weiterhin kann zumindest in den USA die Behauptung gewagt werden, dass das BIP vor allem durch die schrumpfende (von einem kreditfinanzierten unhaltbar hohen Niveau) Konsumation sinkt. Ich würde behaupten, dass dies den Menschen eher gut tut, als ihnen schadet. Und was soll (abgesehen vom tieferen GDP) so besonders schlimm sein, wenn die US-Amerikaner jetzt etwas kleinere Autos kaufen? Allenfalls geht es der Realwirtschaft schon langsam wieder besser, zumindest die letzten Arbeitsmarktzahlen deuten darauf hin.

Quelle: New York Times

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