Mexiko – Zeichen gegen korrupte Polizeibeamte

Inmitten beunruhigender Nachrichten vom mexikanischen Kampf gegen die Drogenmafia lässt sich auch hier eine positive Meldung finden. Weil die Drogenkartelle sich massgeblich auf korrupte und drogenabhängige Polizisten abstützen können, hat nun die Zentralregierung die Beamten der Bundespolizei einem Test unterworfen. Mittels Lügendetektoren, Drogen-, und anderen Tests wurde überprüft, wer für den Einsatz gegen die Drogenkönige fit und willig ist. Resultat: 10% der Sicherheitskräfte sind es nicht – von 34’5000 Beamten wurden 3200 direkt entlassen, gegen 1000 wurden Disziplinarverfahren angestrengt und 465 wurden zum Beispiel wegen Korruption angeklagt.

Brightnews: Der Staat verlangt von seinen Sicherheitsleuten Loyalität und Respektierung der Gesetze. Was eigentlich selbstverständlich sein sollte, ist es im von der Drogenmafia unterwanderten Mexiko längst nicht mehr. Auch wenn sich über die Methode (Lügendetektor) streiten lässt, ist der entschlossene Schritt begrüssenswert. Er schafft die Voraussetzungen, um die organisierte Kriminalität wirkungsvoll bekämpfen zu können. Als Nächstes braucht Mexiko nun eine gute Strategie. Nicht um einen Krieg zu gewinnen – dies ist jüngst schon mächtigeren Staaten misslungen – sondern um ihn zu beenden. Tönt einfach, und ist es vielleicht auch – ein bemerkenswerter Ansatz dazu wird in diesem Artikel vorgestellt.

Quelle: Guardian

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